Lohnverrechnung 2026: Alle Werte und Änderungen im Überblick
Die wichtigsten Werte 2026 auf einen Blick
2026 bringt eine Premiere: Die Geringfügigkeitsgrenze wird erstmals nicht erhöht. Fast alle anderen Werte steigen dafür kräftig – die Aufwertungszahl beträgt 1,073, also +7,3 %. Hier die Werte, mit denen jede Abrechnung 2026 rechnet:
Geringfügigkeitsgrenze: 551,10 €/Monat (unverändert gegenüber 2025)
Höchstbeitragsgrundlage: 6.930 €/Monat bzw. 231 €/Tag (2025: 6.450 €)
HBGL Sonderzahlungen: 13.860 €/Jahr
HBGL freie Dienstnehmer (ohne SZ): 8.085 €/Monat
Dienstgeberabgabe (DAG): 19,4 % ab 826,65 € geringfügiger Monats-Lohnsumme
Selbstversicherung geringfügig Beschäftigter: 83,49 €/Monat
Lohnnebenkosten: unverändert ~29–30 % (DB 3,7 %, KommSt 3 %, BV 1,53 %, SV ~21 %)
Aktualisiert am 06.07.2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die aktuellen Werte von ÖGK, BMF und WKO.
Was sich 2026 wirklich ändert
Geringfügigkeitsgrenze eingefroren: Erstmals keine jährliche Erhöhung – geringfügige Kräfte, die 2025 knapp unter der Grenze lagen und eine Lohnerhöhung bekommen, rutschen schneller in die Vollversicherung. Grenzfälle jetzt prüfen!
Neue Pflichtangabe bei der ÖGK-Anmeldung: Seit 01.01.2026 muss die vereinbarte Arbeitszeit bereits bei der Anmeldung gemeldet werden: ÖGK-Anmeldung im Detail
Geringfügig neben Arbeitslosengeld: Der Zuverdienst zum Arbeitslosengeld ist ab 2026 – mit wenigen Ausnahmen – nicht mehr erlaubt. Relevant, wenn du Aushilfen beschäftigst, die AMS-Leistungen beziehen.
Beitragsgrundlagen +7,3 %: Für Gutverdiener steigen die SV-Beiträge spürbar, weil die Höchstbeitragsgrundlage überproportional angehoben wurde.
Was Arbeitgeber jetzt tun sollten
Geringfügige Dienstverhältnisse nahe 551,10 € auf Überschreitungsrisiko prüfen
Anmeldeprozess auf die neue Arbeitszeit-Pflichtangabe umstellen
Budgetplanung 2026 mit den neuen Beitragsgrundlagen rechnen
DAG-Schwelle (826,65 €) bei mehreren geringfügigen Kräften im Blick behalten
Oder du gibst das Thema ab: Unsere Lohnverrechnung rechnet alle Werte automatisch aktuell – was das kostet, steht transparent auf Was kostet Lohnverrechnung?.
